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Das Signet des Regionalmuseums Reichelsheim Odenwald

 

Eine Schwarz-Weiß-Zeichnung des ehemaligen Zent- und Rathauses der Gemeinde Reichelsheim (Odenwald) gibt dessen Nord- und Ostansicht wieder. Sie zeigt das Gebäude mit der auf drei Seiten offenen Markthalle, den Sockel des Prangers auf der Nordseite, die Rundbogenfenster der Westseite und die im Südwesten der Halle ins Obergeschoss führende Holztreppe. Die Fachwerkkonstruktion eines nachmittelalterlichen Baues mit Mannformen als Verstrebungsfiguren ist ebenso gut herausgearbeitet wie die Feuerböcke unter den fränkischen Fenstererkern. Das Satteldach mit Krüppelwalm umschließt einen geräumigen Speicher, dessen Fensteröffnungen im Giebel zu erkennen sind.

 

Die Zeichnung entstammt der Arbeit des Kunstglasmalers Richard Franz Schöberl. Er wurde am 27. Mai 1907 in Tetschen an der Elbe (Děčin, Tschechische Republik) geboren, lebte von 1947 bis 1956 in Reichelsheim und starb am 17. Februar 1958 in Darmstadt-Bessungen.

 

Er zeichnete das Bild für den Umschlag der Festschrift zum 400-jährigen Bestehen des Rathauses, das die Gemeinde Reichelsheim im Jahr 1954 feierte. Seine Initialen, die er wie ein rennendes Männchen abfasste, befinden sich in der rechten unteren Ecke der Zeichnung.

 

Als Vorlage seiner Zeichnung diente ihm offensichtlich ein Gemälde des Kunstmalers Professor Rudolf Max Müller, der von 1946 bis in die fünfziger Jahre in Reichelsheim wohnte und 1953 als Auftragsarbeit ein Gemälde des ehemaligen Zent- und Rathauses mit der offenen Markthalle anfertigte.

 

Eine fotografische Reproduktion des Bildes von Schöberl befindet sich im Besitz des Arbeitskreises Regionalmuseum Reichelsheim Odenwald, der es als sein Signet verwendet. Es ziert Briefkopfbogen und verschiedene Veröffentlichungen.

 

Das Original ist bis heute nicht aufgetaucht.

 

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