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Abteilung Bildarchiv „Alt Reichelsheim“

 

Abteilungsleitung

 

Horst Wendel

Telefon    06164 910229

Telefax    06164 2519

E-Mail     info@horstwendel.de

 

Allgemeines und Rückblick

 

Die Ziele des Regionalmuseums Reichelsheim Odenwald finden ihren Ursprung in der Dokumentation der Reichelsheimer Geschichte durch Bilder (Fotografien, Gemälde). Die Idee hierzu hatte Friedrich Dingeldein im Jahr 1965. Er initiierte das Sammeln von Bildern und Gegenständen aus vergangenen Zeiten, um so der Nachwelt einen Einblick in das Leben und Treiben der Menschen aus diesen Zeiten zu ermöglichen.

 

Erstmals wurde die Reichelsheimer Bevölkerung im Frühjahr 1966 schriftlich aufgerufen, alte Bilder und Gegenstände zur Abholung bereit zu stellen. Innerhalb kurzer Zeit kam so eine beträchtliche Anzahl von Dingen zusammen, die man als den Grundstock für die Bildersammlung und das heutige Museum bezeichnen kann. Das daraus entstandene Bildarchiv „Alt Reichelsheim“ ist nach wie vor wesentlicher Bestandteil der Tätigkeit des Arbeitskreises Regionalmuseum Reichelsheim Odenwald. Mittlerweile hat die Bildersammlung einen Umfang von über 2.700 Exemplaren erreicht. Sie wird mindestens einmal jährlich am Michelsmarkt am vierten Wochenende im August der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Darüber hinaus steht sie zu Sonderveranstaltungen des Regionalmuseums sowie zu Recherche-, Forschungs- und Dokumentationszwecken der Bevölkerung zur Verfügung. Die Abteilung erschließt mittlerweile neben den historischen Bildern auch neue zeitgenössische, verwaltet und archiviert die Bestände. Interessenten können daraus Reproduktionen käuflich erwerben.

 

Anfangs einigte man sich darauf, die erste Bilderausstellung während der Michelsmarkttage 1966 durchzuführen. Dieser Termin schien deshalb besonders geeignet, weil zum Michelsmarkt zahlreiche ehemalige Reichelsheimer zu ihren Verwandten und Bekannten in die frühere Heimat kommen und gewiss ein Interesse an alten Dingen zeigen würden. Diese Annahme erwies sich als richtig, wie die Erfolge noch heute bewiesen.

 

1968 wurde ein Fotowettbewerb unter dem Motto „Reichelsheimer Motive“ veranstaltet, bei dem die besten Bilder prämiert und in das Bildarchiv übernommen wurden.

 

Da die Bilderausstellung immer umfangreicher wurde, beschloss man 1969 die Bilder auf ein einheitliches Format zu bringen sowie auf Passepartouts zu kleben. Die künstlerische Beschriftung wurde von Fritz Trautmann, Kirch-Beerfurth gestaltet.1971 war es soweit, dass man alle Bilder im einheitlichen Format zeigen konnte. Dazu wurden einheitliche Stellwände hergestellt. 1972 entwickelte die Kommission ein neues Nummerierungssystem für die Bildersammlung. Alle Bilder wurden in > zehn Großgruppen eingeteilt.

 

Laufend kamen neue Bilder zu der Sammlung hinzu, sodass es von 1978 an unmöglich wurde, sämtliche Bilder während der Michelsmarkttage zeigen zu können. Es wurde eine Auswahl getroffen, wobei die nicht gezeigten Bilder für das folgende Jahr ausgewählt wurden.

 

Etliche Besucher der Ausstellungen äußerten den Wunsch, einige der ausgestellten Bilder erwerben zu können. Diesem Wunsche konnte ab 1979 entsprochen werden, sofern Negative vorhanden waren. Zur besseren Handhabung der Negative wurden diese jetzt gerahmt, registriert und nummeriert.

 

Um eine größere Anzahl von Bildern während einer Ausstellung zeigen zu können, wurde 1983 ein neues System von Stellwänden beschlossen und im Jahre 1984 zum ersten Mal mit Erfolg ausprobiert.

 

Zur Bestandssicherung der Bildersammlung hatte man begonnen, alle Bilder zu fotografieren und auf Dias zu bringen. Diese Arbeiten wurden 1986 abgeschlossen und werden seitdem bei Neuzugängen von Bildern weitergeführt. Entstanden anfangs nur schwarzweiß Aufnahmen bzw. Reproduktionen, hat bereits seit vielen Jahren die Farbe die Oberhand gewonnen. Mittlerweile hält auch die Digitalfotografie Einzug.

 

Zum 25-jährigen Jubiläum seiner Bilderausstellung veranstaltete der Arbeitskreis bis 25. Juli 1991 ein Preisausschreiben, um die bisherige Zahl von 1.200 Bildern im Archiv „Alt Reichelsheim“ zu erhöhen und neue aktuelle und historische Aufnahmen zu erhalten.

 

Die Turnhalle der Reichenbergschule war das erste Ausstellungsdomizil

Die Bilderausstellung „Alt Reichelsheim“ in der Turnhalle der Reichenbergschule, 1993

 

Zum Michelsmarkt 1995 fand die Bilderausstellung „Alt Reichelsheim“ erstmals in der Reichenberghalle statt, die seit diesem Zeitpunkt Ausstellungsdomizil für die Gewerbeschau ist.

 

Auch zum 30-jährigen Jubiläum wurden bis zum 15. März 1996 wieder Bilder gesucht – jedoch ohne Preisausschreiben. Während 1991 alle Bildmotive gesucht waren, hieß diesmal das Thema „Vereine“.

 

Ausstellung in der Reichenberghalle 1996

Die Bilderausstellung „Alt Reichelsheim“ in der Reichenberghalle, 1996

 

Auf Wunsch des Gewerbevereins wurde die Ausstellung im Jahr 2005 im Untergeschoss der Reichenberghalle aufgebaut. Als besonderer Leckerbissen hatte der Arbeitskreis während der Michelsmarkttage auf der Aktionsbühne zusätzlich die Möglichkeit, weitere historische Bilder zum Thema „Altes Handwerk und Landwirtschaft früher“ auf eine Großleinwand zu projizieren. Auch mit einem Rück- und Ausblick auf die Fahrradexkursion „Auf den Spuren des Odenwälder Lieschens“ war der Arbeitskreis vertreten ebenso mit Informationstafeln zum Bergbau.

Blick von der Galerie in die Ausstellung Alt Reichelsheim im Untergeschoss der Reichenberghalle

Blick in die Ausstellung 2005

Die zehn Großgruppen des Bildarchivs

 

0    Landschaften

1    Ortsbilder

2    öffentliche Institutionen

3    Gewerbe und Betriebe

4    Menschen

5    große Gruppen

6    Vereine

7    Feiern und Feste

8    besondere Ereignisse

9    sonstiges

 

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